2007.10.27 - Limmattaler Zeitung LiZ - Flavio Fuoli - Kulturpreis der Stadt Dietikon

Kulturpreis der Stadt Dietikon

Der Musiker und Maler René Gubelmann erhielt gestern den städtischen Kulturpreis zugesprochen. Er feierte kürzlich seinen Sechzigsten, blieb zeitlebens seinem Heimatort treu, ist nach wie vor ein unermüdlicher Schaffer und seit gestern Abend Träger des Dietiker Kulturpreises.

"Ich bin überwältigt – danke Dietikon!"

Damit hatte er wohl nicht gerechnet: Am Schluss der offiziellen Eröffnung seiner Ausstellung in den Reppisch-Hallen in Dietikon wurde René Gubelmann von Stadtpräsident Otto Müller nach vorne zitiert. Er sprach dem Jazzmusiker und konkretem Maler zuerst den Dank von Stadtrat und Bevölkerung für sein vielfältiges Schaffen aus. Damit nicht genug: Müller beschied vor den zahlreichen Gasten dem Künstler, der Stadtrat habe ihm den Kulturpreis der Stadt verliehen. Gubelmann reagierte sichtlich überrascht und gerührt: "Ich bin überwältigt – danke Dietikon!"

Ein unermüdlicher Schaffer

René Gubelmann, so Müller, habe sich die Ausstellung zu Ehren seines 60. Geburtstags, den er im September feierte, verdient. Er lobte nicht nur das unermüdliche Schaffen des Ur-Dietikers, sondern auch dessen Treue zur Heimatstadt. Mit seinem künstlerischen Schaffen habe er dazu beigetragen, den Namen der Stadt weit über die Grenzen hinaus zu tragen – und sei hier wohnhaft geblieben, obwohl er international tätig sei. Gubelmann ist der vierte Träger des mit 5000 Franken dotierten Preises. Die Anwesenden dankten dem Künstler mit einem sehr lange anhaltenden Applaus.

Eine Werkschau, keine Retrospektive

Gubelmann zeigt in den Reppisch-Hallen rund 100 Bilder und Skulpturen. Der Jazz-Schlagzeuger wurde mit seinen in Bildern umgesetzten Rhythmen bekannt. "Schlagzeuger und Maler, das ist eine vielversprechende Kombination", lotete die Kunsthistorikerin Nicole Seeberger von der Universität Zürich die Möglichkeiten des Dietikers aus. "Die äusserst variantenreiche Dynamik des Instruments drückt er in seinen Bildern aus." Trotz seiner fast 40-jährigen Tätigkeit als Berufsmusiker sei Gubelmann immer noch voller Kreativität. Die Schau sei denn auch keine Retrospektive, sondern eine Werkschau von Bildern, die er seit den 90er-Jahren weiterentwickelt habe. Seine Bilder seien Seh- und Hörerlebnis gleichermassen.

Ausstellung in den Reppisch-Hallen

Die Ausstellung an der Bergstrasse 23 dauert noch bis 25. November 2007.

Text bearbeitet und gekürzt; RG