2002 - Text zur Ausstellung 'Spielbare Bilder und starke Skulpturen'

Ausstellung in der Galerie am Märtplatz

René Gubelmann

René Gubelmann macht es möglich, mit dem Trommelstock geschlagene oder gewirbelte, musikalische Rhythmen ausdrucksvoll abzubilden. Der Künstler weiss wovon er malt, ist er doch selbst professioneller Musiker! Mit klaren geometrischen Formen und mittels der verschiedenen Regenbogenfarben entschlüsselt der Künstler Groove und Beat des Rock, des Jazz, der lateinamerikanischen und afrikanischen Tänze und verleiht ihnen lautmalerisch Ausdruck und Gestalt. Das meisterhafte Verweben von Formen und Farben macht die strenge Grundordnung und Struktur der Musik sichtbar. Es entstehen Bilder, die tönend schweigen, still atmen, ruhig rattern. Sie symbolisieren und spiegeln den Herzschlag der Musik: Ihren Rhythmus. Genau genommen malt Gubelmann Notenblätter, trommelbare Bilder, die lautlos mitreissen.

Marcel Löhrer

Marcel Löhrer schlägt nicht mit dem Trommelstock, dafür mit dem Feustel, wenn er das Eisen für seine Plastiken bearbeitet. So wird in seinen Werken ebenfalls Rhythmus sichtbar - der Rhythmus der Bearbeitung. Schon in frühen Kindertagen entdeckte der Künstler seine Liebe zum Gestalten und Erfinden von Figuren und Skulpturen. Als gelernter Schlosser versteht er es meisterhaft mit dem Eisen umzugehen. Es entstehen verspielte, träumerische Figuren, welche die Härte des Materials beinahe vergessen lassen. Daneben aber auch klare, harte Formen, bei denen die starke Hand des Künstlers ebenso wie der Widerstand des Eisens spürbar wird. 

Tauchen Sie bei einem Besuch der Ausstellung selbst in Rhythmen, Farben und Formen ein.

Text bearbeitet und gekürzt; RG